Leseprobe: Das Mädchen am Meer

…wieder und wieder bin ich hierher gekommen und heute ziehen schwere, hoch aufschießende Wolkenberge über den spätsommerlich blassen Himmel, künden mit kühlen Winden vom nahenden Herbst. Das Meer schäumt und wütet kraftvoll tosend gegen die filigran geschnittenen Felsen der Bucht und wüsste ich nicht die nahe Stadt in meinem Rücken, so glaubte ich den Anbeginn der Zeiten zu sehen.

Es war an jenem rauen, windigen Tag, als ich sie zum ersten Mal sah, ihre schmale Taille, die feinen Schultern kaum zu erahnen unter langem, blondem Haar und die Beine in Blue Jeans, schlank und grazil und doch auch kräftig und wendig und so voller Leben.
Sie kam so leise daher, dass ich sie erst bemerkte, als sie bereits an mir vorbei gelaufen war und so konnte ich ihre schlanke Silhouette nur von hinten sehen, doch fiel mir sofort auf, dass sie sich auf ihren Inlinern bewegte, wie eine Tänzerin, träumerisch fein und ihrer selbst sich bewusst.
Einen flüchtigen Moment...

[ Fenster schliessen ]